Veranstaltungsreihe Beckenbodenprobleme

Frau Dr. Siegert-Terzaki stellt neue Behandlungsmethoden bei Beckenbodenproblemen vor

Die sog. Blasenschwäche, genauer die Harninkontinenz, ist eine weit verbreitete Erkrankung, welche durch eine starke Tabuisierung gekennzeichnet ist. Allein in Deutschland sind schätzungsweise 6 - 8 Millionen Menschen davon betroffen, am häufigsten Frauen. Man unterscheidet die Belastungsinkontinenz, d.h. Urinverlust durch körperliche Belastung wie Husten, Niesen, Pressen, welche auf eine Verschlussinsuffizienz des Schließmuskels der Blase zurückzuführen ist, von der Dranginkontinenz, der sogenannten Reizblase. Hierbei kommt es zu unwillkürlichen Kontraktionen des Muskels der Harnblase und somit zu Urinverlust und ständigem Harndrang. Auch Mischformen sind möglich. Inkontinenz kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. Belastung des Beckenbodens unter einer Geburt, Bindegewebsschwäche oder Senkung des ganzen Beckenbodens.

Frau Dr. Siegert-Terzaki stellt neue Behandlungsmethoden mit Laser vor

Während früher häufig das Problem erst in den Wechseljahren zur Geltung kommt, sind inzwischen auch immer mehr jüngere Frauen von einer Inkontinenz betroffen. Die Dunkelziffer ist groß, da "frau" nicht gern darüber spricht. Die Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen ist aber erheblich.

Die Therapie setzt eine adäquate Diagnostik voraus und umfasst neben den konservativen Behandlungsmethoden wie Beckenbodengymnastik, und Elektrostimulation die medikamentöse sowie die operative Therapie, die heutzutage meistens mit der sog. Schlingenoperationen durchgeführt wird. Bei Versagen einer konservativen Therapie war bisher der einzige Weg eine dieser Operationen. Allerdings sind auch diese Operationen keineswegs immer erfolgreich. Die Versagerquoten liegen bei ca. 20% .

Ein neuartiges, vielversprechendes Verfahren aus den USA, welches sozusagen als Brücke zwischen konservativer und operativer Behandlung dient, ist eine spezielle Lasertherapie, die jetzt erstmals auch in Recklinghausen angeboten wird. Bei dieser ambulant durchzuführenden Lasertherapie wird völlig unblutig das erschlaffte, überdehnte Gewebe des Beckenbodens gestrafft und damit der Inkontinenz entgegengewirkt. Sie ergänzt die konservative Therapie, kann den Zeitpunkt bis zur Operation verschieben oder Restbeschwerden nach Operationen lindern. Je nach Ausmaß der Erschlaffung können 1-3 Sitzungen im Abstand von ca. 4 - 6 Wochen erforderlich sein. Gleichzeitig kann durch diese Straffungsoperation das Sexualempfinden gesteigert werden.

Diese Lasertherapie bietet Frau Dr. Siegert-Terzaki im Rahmen einer Multicenterstudie betroffenen und dafür geeigneten Patientinnen in ihrer Praxis in der Hohenzollernstr. 5 in Recklinghausen an. Ihre Auftaktveranstaltung mit Vortrag, Video und Demonstration zu dieser neuen Therapie fand am 28.05.15 in ihren Praxisräumen statt. Das Interesse war so groß, dass nur ein Teil der Anmeldungen berücksichtigt werden konnte und gleich ein zweiter Termin für den 15. Juli 2015, 17:00 Uhr, angeboten wurde.

Frau Dr. Siegert-Terzaki hat 2007 das erste Beckenbodenzentrum im Vest aufgebaut ist und seither schwerpunktmäßig mit den Beckenbodenproblemen der Frau befasst. Für ihre intensive klinisch- wissenschaftliche Arbeit wurde sie 2008 mit dem Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

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